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Shopware vs. Shopify: Mieten oder besitzen?

Stand: Edin Dedagic
Shopware Shopify Vergleich Shopsystem

Die kurze Antwort: Shopify ist gemietete Einfachheit — in Tagen startklar, ohne Technik-Team, dafür mit laufenden Gebühren, App-Abos und den Regeln des Vermieters. Shopware 6 ist besessene Infrastruktur — mehr Aufwand am Anfang, dafür volle Kontrolle über Daten, Kosten und Funktionen. Für schnelle DTC-Starts gewinnt oft Shopify; für wachsende Händler im DACH-Raum, B2B und individuelle Prozesse spricht das meiste für Shopware.

Der grundlegende Unterschied: SaaS vs. Open Source

Shopify ist Software as a Service: Sie mieten den Shop, Shopify betreibt ihn. Hosting, Updates und Sicherheit sind im Preis enthalten — ebenso die Grenzen: Der Checkout gehört Shopify, tiefe Eingriffe sind planabhängig limitiert, Ihre Daten liegen in der Cloud des Anbieters, und die Spielregeln (Preise, Funktionen, Richtlinien) setzt der Vermieter.

Shopware 6 ist Open Source: Die Community Edition ist kostenlos, der Shop läuft auf Ihrem Hosting (gern in Deutschland), der Code ist offen. Dafür tragen Sie die Verantwortung für Betrieb und Wartung — selbst oder über eine Agentur mit Wartungsvertrag.

Direkter Vergleich

KriteriumShopifyShopware 6
ModellMiete (SaaS)Eigentum (Open Source, optional kostenpflichtige Pläne)
Startsehr schnell, ohne Technik-Teamstrukturierter Aufbau, sinnvoll mit Agentur
Laufende KostenMonatsgebühr + App-Abos, ggf. Transaktionskosten — wachsen mit dem GeschäftHosting + Wartung/Betreuung — planbar, keine Umsatzbeteiligung
Datenhoheit & DSGVODaten beim US-/kanadischen Anbieter, Konformität machbar, aber fremdbestimmtvolle Kontrolle, EU-/DE-Hosting möglich
AnpassbarkeitThemes + Apps, Checkout limitiertoffen bis in den Kern: Themes, Plugins, Rule Builder, API
B2B (Preislisten, Rechte, Angebote)in höheren Plänen bzw. per Appstrukturell angelegt, DACH-typisch stark
DACH-Zahlarten & Rechnungslogikper App nachrüstenim Ökosystem zu Hause
Abhängigkeit (Lock-in)hoch — Umzug ist aufwendiggering — offener Code, eigene Daten
Internationalisierungstark out of the boxgut, mit mehr Eigenkonfiguration

Das Kostenmodell zu Ende gedacht

Shopify wirkt am Anfang günstiger — und wird mit dem Erfolg teurer: Jede zusätzliche Funktion ist häufig ein App-Abo, gehobene Anforderungen schieben Sie in teurere Pläne, und je nach Zahlungs-Setup verdient Shopify am Umsatz mit. Bei Shopware drehen sich die Vorzeichen: höherer Einmalaufwand (bei uns als Festpreis ab 6.495 € netto), danach planbare Betriebskosten, die nicht am Umsatz hängen. Faustregel aus der Praxis: Je größer und individueller das Geschäft wird, desto öfter gewinnt die Eigentums-Rechnung.

Wann Shopify die bessere Wahl ist

Auch hier gilt Ehrlichkeit vor Verkaufsinteresse:

  • Sie starten eine DTC-Marke und wollen in Tagen live sein — ohne Agentur, ohne Technik-Team.
  • Ihr Sortiment ist klein, Ihre Prozesse sind Standard, der Checkout von der Stange reicht.
  • Monatliche Gebühren sind Ihnen lieber als ein Projektbudget am Anfang.
  • Sie verkaufen von Tag eins international und wollen die mitgelieferte Infrastruktur nutzen.

Wann Shopware 6 die bessere Wahl ist

  • Datenhoheit zählt: Kundendaten auf eigenem (deutschen) Hosting statt in der Anbieter-Cloud — für viele Mittelständler ein Compliance-, für manche ein Prinzipien-Thema.
  • B2B ist Teil des Geschäfts: Kundengruppen-Preise, Freigaben, Angebote — ohne App-Flickwerk.
  • Prozesse sind individuell: ERP-Anbindung, eigene Automatisierung, Checkout-Anpassungen, die ein SaaS nicht zulässt.
  • Kostenkontrolle beim Wachsen: planbare Festpreise statt mitwachsender Gebühren.
  • Unabhängigkeit: Sie wollen System, Daten und Roadmap nicht von den Entscheidungen eines Plattform-Anbieters abhängig machen.

Von Shopify zu Shopware wechseln

Der Umzug aus einem SaaS ist Fleißarbeit mit klarem Ablauf: Produkte, Kunden und Bestellhistorie exportieren und strukturiert nach Shopware 6 überführen, URLs per 301-Mapping absichern, Zahlarten und Prozesse neu aufsetzen. Bei uns läuft das wie jede Migration workshop-basiert mit verbindlichem Festpreis — der Ablauf steht unter Shopware-Migration.

Fazit

Stellen Sie sich nicht die Frage „Welches System ist besser?”, sondern: „Will ich meinen wichtigsten Vertriebskanal mieten oder besitzen?” Zum Testen und für schlanke Standard-Setups ist Miete rational. Sobald der Shop strategisch ist — Umsatzträger, B2B, individuelle Prozesse, DACH-Fokus — zahlt sich Eigentum aus. Genau für diesen zweiten Fall bauen und betreuen wir Shopware-Shops zum Festpreis.

Stand: Juli 2026. Shopify-Konditionen ändern sich regelmäßig — konkrete Preise und Gebühren immer direkt beim Anbieter prüfen. Wir sind auf Shopware spezialisiert; den Vergleich haben wir trotzdem so geschrieben, wie wir ihn einem Freund erklären würden.

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