Mit KI erstellt · Stand: 11.08.2026
Die meisten Shops verlieren Umsatz nicht an fehlenden Funktionen, sondern an Einstellungen, die nie nachjustiert wurden. Shopware bringt die relevanten Stellschrauben im Standard mit — man muss nur wissen, wo sie liegen. Dieser Ratgeber zeigt sieben davon, jeweils mit dem konkreten Ort in der Administration.
Warum die Produktseite der teuerste Hebel ist
Das Baymard Institute untersucht E-Commerce-Usability mit Nutzertests statt mit Meinungen. Der aktuelle Benchmark zeigt: Bei den führenden Shops hat weniger als die Hälfte eine Produktseiten-UX, die als „ordentlich” oder besser durchgeht — mobil ist der Anteil noch niedriger. Beim Checkout schneidet die Mehrheit mittelmäßig oder schlechter ab.
Das ist der Befund. Die Konsequenz daraus ist unbequem: Wer Budget in mehr Besucher steckt, ohne diese beiden Seitentypen in Ordnung zu bringen, kauft teuren Traffic für eine Seite ein, die ihn nicht verwertet.
Was Baymard nicht liefert, ist der Weg. Der folgende Teil ist unsere Übersetzung in den Shopware-Standard.
Stellschraube 1: Lieferzeit am Produkt pflegen
Wo: Produkt öffnen → Reiter Allgemein → Feld Lieferzeit. Die Auswahlmöglichkeiten legen Sie unter Einstellungen → Shop → Lieferzeiten an.
Eine fehlende Lieferzeit ist einer der häufigsten Kaufabbruchgründe — der Kunde weiß nicht, wann die Ware kommt, und sucht weiter. Shopware zeigt die Lieferzeit im Standard an, sobald sie am Produkt hinterlegt ist. In vielen Shops ist das Feld schlicht leer.
Stellschraube 2: Lagerbestand sichtbar machen
Wo: Einstellungen → Shop → Produkte → Option Lagerbestand im Frontend anzeigen.
Ein sichtbarer Bestand erzeugt Verbindlichkeit, gerade bei knapper Verfügbarkeit. Die Einstellung ist ein Schalter — sie kostet nichts außer der Entscheidung, ob Ihre Bestandsdaten sauber genug dafür sind. Sind sie es nicht, ist das Bestandsproblem das eigentliche Thema.
Stellschraube 3: Varianten-Konfigurator passend darstellen
Wo: Produkt öffnen → Reiter Varianten → Darstellung. Pro Eigenschaft wählbar: Textfeld, Farbfeld oder Bild.
Farben als Dropdown-Liste auszuspielen ist der Klassiker. Für Farbe und Material gehört das Farb- oder Bildfeld gesetzt, für Größen die Textauswahl. Auf dem Handy entscheidet das darüber, ob die Auswahl mit dem Daumen zuverlässig treffbar ist.
Stellschraube 4: Produktseiten-Layout über Erlebniswelten
Wo: Inhalte → Erlebniswelten → neues Layout vom Typ Produktseite; danach am Produkt unter dem Reiter Layout zuweisen.
Hier entscheidet sich die Reihenfolge: Was steht über der Falz, wo sitzen Beschreibung und Details, was liegt in Tabs. Baymards Empfehlung lautet, Produktseiten-Abschnitte auf dem Handy nicht in horizontale Tabs zu packen — sie werden übersehen. Ausklappbare Abschnitte untereinander funktionieren messbar besser.
Ein Layout lässt sich einmal bauen und auf viele Produkte anwenden. Das ist der Unterschied zwischen einer Änderung und einem Projekt.
Stellschraube 5: Gast-Checkout freischalten
Wo: Einstellungen → Shop → Anmeldung & Registrierung → Gastbestellung aktivieren.
Der Registrierungszwang ist eine der teuersten Hürden im Checkout. Shopware kann Gastbestellungen im Standard — die Option ist aber nicht in jedem Setup aktiv. Prüfen Sie zusätzlich, ob der Gast-Weg in der Storefront genauso prominent dargestellt wird wie die Registrierung; das entscheidet das Theme.
Stellschraube 6: Pflichtfelder ausmisten
Wo: Einstellungen → Shop → Anmeldung & Registrierung. Dort steuern Sie unter anderem, ob Telefonnummer und Geburtsdatum angezeigt und ob sie erzwungen werden.
Jedes Pflichtfeld kostet Abschlüsse. Name und Adresse sind systemseitig gesetzt — alles darüber hinaus sollte begründet sein. Die Frage lautet nicht „hätten wir das gern”, sondern „scheitert die Bestellung ohne diese Angabe”.
Stellschraube 7: Die Bundesland-Falle prüfen
Wo: Einstellungen → Shop → Länder → Land öffnen → Einstellung, ob Bundesland Pflichtfeld ist.
Das ist der Fehler, den man nicht sieht: Für ein Land ist das Bundesland als Pflichtfeld hinterlegt, im Frontend aber ausgeblendet. Der Kunde füllt alles aus, klickt auf „Weiter” und bekommt eine Fehlermeldung zu einem Feld, das er nicht findet. Solche Bestellungen kommen nie zustande und tauchen in keiner Statistik auf.
Wenn Sie nur einen Punkt aus diesem Ratgeber prüfen: diesen.
Was der Standard nicht löst
Drei Dinge hängen am Theme, nicht an einer Einstellung:
- Verhalten bei Formularfehlern. Bleiben die übrigen Felder gefüllt? Springt die Seite an die fehlerhafte Stelle? Sagt die Meldung, was zu tun ist?
- Bildzoom und Galerie-Verhalten auf Touch-Geräten.
- Prominenz des Gast-Wegs gegenüber der Registrierung.
Wer ein Custom-Theme betreibt, sollte diese drei Punkte einmal bewusst durchtesten — sie fallen im Alltag nicht auf, weil man den eigenen Checkout nie mit falschen Daten ausfüllt.
In welcher Reihenfolge
- Bundesland-Falle prüfen (Stellschraube 7) — kostet fünf Minuten, kann sofort Bestellungen retten.
- Gast-Checkout und Pflichtfelder (5 und 6) — größter Hebel pro Aufwand.
- Lieferzeit und Bestand (1 und 2) — Datenpflege, kein Umbau.
- Varianten-Darstellung (3).
- Layout (4) — der größte Posten, deshalb zuletzt.
Ändern Sie eine Sache pro Woche und messen Sie. Wer fünf Dinge gleichzeitig umstellt, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.
Für den Conversion-Feinschliff im Standard gibt es (elf.digital PUBLISH), für tiefergehende Umbauten an Theme und Checkout (elf.digital CUSTOMIZE).
Wie wir Sie unterstützen
Wir gehen Ihre Produktseite und Ihren Checkout gegen die bekannten Kriterien durch und sagen Ihnen zum Festpreis, was die Umsetzung kostet. Starten Sie mit einem kostenlosen Erstgespräch: 30 Minuten, online, unverbindlich.
Mehr zu unserem Leistungsumfang unter Leistungen, zur laufenden Betreuung unter Shopware-Betreuung.
Quellen
Der Befund — also die Frage, warum Produktseite und Checkout die teuersten Stellen sind — stammt aus der Forschung des Baymard Institute. Die Menüpfade und die Einordnung für Shopware stammen von uns.
- Baymard Institute — Blog und aktuelle Benchmarks
- Baymard Institute — Checkout Usability Research
- Shopware Docs — Anmeldung & Registrierung
Menübezeichnungen können sich zwischen Shopware-Versionen leicht unterscheiden. Die Angaben beziehen sich auf die aktuelle 6.7-Linie.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI erstellt und dient der allgemeinen Information zum genannten Stand. Er ersetzt keine Einzelfallberatung. Bitte prüfen Sie Angaben und Quellen eigenständig. Ob und wie Sie die Inhalte auf Ihren Shop übertragen, entscheiden Sie in eigener Verantwortung.