Zurück zum Blog

Symfony-Sicherheitsupdate: Ist Ihr Shopware-Shop betroffen?

Aktualisiert am Edin Dedagic
Shopware Symfony Sicherheit Update

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags entspricht weitestgehend der uns erreichten Shopware-Meldung. Wir haben sie für Sie aufbereitet und um unsere Einordnung ergänzt.

Symfony hat mehrere Security Advisories veröffentlicht. Da Shopware technisch auf Symfony aufbaut, können auch Shopware-Shops betroffen sein. Wir fassen zusammen, worum es geht, wie Sie prüfen, ob Ihr Shop betroffen ist, und welche Handlungsoptionen Sie haben.

Worum geht es?

Die Sicherheitslücken betreffen nicht den Shopware-Core selbst, sondern mehrere Symfony-Pakete, auf denen Shopware aufbaut. Das ist ein wichtiger Unterschied: Weil Shopware diese Komponenten als externe Abhängigkeiten (Dependencies) einbindet, die separat aktualisiert werden, gibt es für diese Advisories kein eigenes Shopware-Release. Betreiber müssen daher selbst aktiv werden.

Das Symfony-Update wird in zwei Phasen ausgerollt: Eine Phase ist bereits veröffentlicht, die zweite befindet sich noch im Testing.

Wichtig zu wissen: Das Problem setzt in bestimmten Fällen die aktuellste Version des Shopware Security Plugins voraus. Wenn Sie dieses Plugin einsetzen, sollten Sie den Status Ihrer Installation jetzt prüfen.

Bin ich betroffen?

Neue Installationen, die nach dem letzten Symfony-Patch aufgesetzt wurden, sind in der Regel nicht betroffen — Shopware installiert standardmäßig immer die neuesten Symfony-Patch-Versionen. Ausnahmen bilden die weiter unten genannten Sonderfälle.

Ob Ihr Shop betroffen ist, prüfen Sie am schnellsten direkt auf dem Server. Der folgende Befehl gibt Ihnen einen Überblick über den Sicherheitsstatus Ihrer Abhängigkeiten:

composer audit

Wenn Sie mit Composer-Befehlen nicht vertraut sind: Das Community-Tool Frosh Tools stellt ab Version 3.6.0 eine composer audit-Übersicht direkt in der Administration bereit. Damit sehen Sie den Status auch ohne Kommandozeile.

So schließen Sie die Lücke

Vorab: unbedingt zuerst auf einer Testumgebung durchführen und den Shop ausgiebig testen.

Grundsätzlich haben Sie zwei Wege:

Option 1 — Shopware-Update (empfohlen)

Aktualisieren Sie Ihren Shop auf die neueste Patch-Version Ihrer Minor-Version — oder gleich auf die aktuellste Shopware-6.6- bzw. 6.7-Version. Der Vorteil: Sie schließen nicht nur diese Lücke, sondern erhalten zugleich weitere Bugfixes und Sicherheitsupdates.

Ob ein Update auf 6.6 oder 6.7 sinnvoller ist, hängt vom Einzelfall ab — etwa von Ihren eingesetzten Plugins, Themes und individuellen Anpassungen. Diese Entscheidung sollte bewusst getroffen werden; gerne beraten wir Sie dazu.

Option 2 — Symfony-Dependencies manuell aktualisieren

Wenn ein vollständiges Shopware-Update aktuell nicht in Frage kommt, können Sie gezielt nur die betroffenen Symfony-Pakete aktualisieren:

composer update twig/twig composer/composer symfony/cache symfony/mailer symfony/mime symfony/monolog-bridge symfony/routing symfony/yaml --with-all-dependencies

Dieser Befehl aktualisiert ausschließlich die relevanten Abhängigkeiten. Alternativ können Sie composer update ohne weitere Angaben ausführen — das aktualisiert allerdings sämtliche Dependencies von Shopware und allen Plugins und kann je nach Setup zu Breaks und Seiteneffekten führen.

Wichtig: Wenn Sie bereits auf der neuesten Patch-Version Ihrer Minor-Version sind, müssen Sie das Dependency-Update manuell durchführen — ein Shopware-Update allein reicht dann nicht aus.

Achtung: Die aktuellste Version ist keine Garantie

Auch wenn Sie bereits auf der neuesten Shopware-Version sind, ist damit nicht automatisch garantiert, dass das Problem erledigt ist. Der Grund: Die betroffenen Bauteile sind externe Pakete, auf denen Shopware aufbaut, die aber separat aktualisiert werden. Prüfen Sie daher in jedem Fall mit composer audit, ob Ihre Dependencies tatsächlich auf dem aktuellen Stand sind.

Sonderfall: Ältere Versionen mit End-of-Life-Symfony

Für bestimmte ältere Shopware-Versionen gilt eine wichtige Ausnahme: Sie verwenden eine Symfony-Version, die bereits „End of Life” ist. Hier hilft der manuelle Composer-Befehl nicht weiter — diese Shops müssen zwingend die Shopware-Version aktualisieren. Betroffen sind je Minor-Version:

  • 6.5 unter 6.5.8.0
  • 6.6 unter 6.6.10.12
  • 6.7 unter 6.7.6.0

Läuft Ihr Shop auf einer Version innerhalb dieser Bereiche, bringt Sie das Composer-Update nicht auf ein unterstütztes Symfony-Patch-Level. Dann ist ein Shopware-Update unumgänglich.

Hinweis für Web-Installer-Nutzer

Der Web Installer kann keine Composer-Dependencies aktualisieren. Um Ihren Shop zu aktualisieren, muss der Befehl daher direkt auf dem Server ausgeführt werden — oder lokal, wobei die geänderten Dependencies anschließend auf den Host hochgeladen werden.

Unsere Empfehlung

Das Symfony-Update enthält grundsätzlich keine Breaking Changes. Dennoch birgt bei der Vielzahl unterschiedlicher Setups in der Praxis jedes Update das Potenzial für unerwünschte Seiteneffekte. Behandeln Sie den Prozess daher mit der üblichen Sorgfalt — insbesondere sollten Sie sicherstellen, dass Sie Änderungen jederzeit zurückrollen können (Backup, Test im Staging, Deployment mit Rollback-Option).

Sie sind unsicher, ob Ihr Shop betroffen ist, oder möchten das Update nicht selbst durchführen? Sprechen Sie uns an — wir prüfen Ihren Shop, empfehlen den passenden Weg (Patch, 6.6 oder 6.7) und übernehmen das Update sicher für Sie. Für unsere Kunden mit dem UPDATE-Paket sind solche Updates im monatlichen Festpreis enthalten.

Fragen zu Ihrem Shopware-Shop?

Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch — 30 Minuten, online, unverbindlich. Wir sprechen über Ihren Shop, Ihre Ziele und planbare Festpreise.

Weitere Beiträge