Zurück zum Blog

Nur 48 % der Produktseiten sind gut: Wo Shopware-Shops Umsatz verschenken

Edin Dedagic
Shopware Conversion UX Checkout
Nur 48 Prozent der führenden Desktop-Shops haben eine ordentliche Produktseiten-UX

Baymards 2026er Benchmark aus über 71.000 Stunden UX-Research zeigt: Nur 48 % der führenden Desktop-Shops haben eine ordentliche Produktseiten-UX, mobil sind es 38 %. Für kleine und mittlere Händler ist das die günstigste Umsatzquelle überhaupt — vorhandene Besucher besser konvertieren statt teureren Traffic einkaufen.

Was ist passiert?

Das Baymard Institute veröffentlicht regelmäßig Benchmarks zur E-Commerce-Usability, unterlegt mit umfangreichen Nutzertests statt mit Meinungen. Der aktuelle Stand:

  • Produktseite Desktop: 48 % „ordentlich” oder „gut” — 52 % fallen durch.
  • Produktseite mobil: 38 %.
  • Apps: 36 %.
  • Checkout: 65 % der führenden Shops schneiden mittelmäßig oder schlechter ab.

Das sind die Marktführer. Der Durchschnitt liegt darunter.

Baymard beziffert das allein über besseres Checkout-Design rückholbare Potenzial in den USA und Europa auf rund 260 Milliarden US-Dollar.

Was heißt das für Ihren Shop?

Die entscheidende Erkenntnis ist nicht die Zahl, sondern wo das Geld liegen bleibt. Die meisten Shops verlieren Umsatz nicht an fehlende Funktionen, sondern an handwerkliche Schwächen auf zwei Seitentypen: Produktseite und Checkout.

Das ist unbequem, weil Budget traditionell in Reichweite fließt. Mehr Besucher auf eine schwache Produktseite zu leiten ist aber die teuerste Variante, ein Umsatzproblem zu lösen.

Für Shopware-Betreiber kommt eine gute Nachricht dazu: Der Standard deckt fast alle relevanten Muster bereits ab. Die Lücke entsteht meist an drei Stellen — im Theme, das den Standard überschreibt; in der Konfiguration, die nie nachjustiert wurde; und in Plugins, die sich in den Checkout drängen.

Besonders deutlich wird das mobil. Mobile Layouts entstehen häufig als verkleinerte Desktop-Layouts: Abschnitte werden in horizontale Tabs gepackt, damit die Seite kürzer wirkt. Genau davon rät Baymard ab — Tabs werden auf dem Handy übersehen, aufklappbare Abschnitte untereinander funktionieren messbar besser.

Das ist jetzt zu tun

Arbeiten Sie die Liste am eigenen Handy ab, nicht im Browser-Simulator.

Produktseite

  1. Zeigt das erste Bild wirklich das Produkt — und gibt es eine Zoom-Funktion?
  2. Ist die Varianten-Auswahl mit dem Daumen zuverlässig treffbar?
  3. Stehen Lieferzeit und Versandkosten vor dem Warenkorb, nicht erst im Checkout?
  4. Sind Beschreibung und Details ausklappbar untereinander statt in Tabs versteckt?
  5. Sind Trust-Elemente (Rückgabe, Zahlarten, Kontakt) sichtbar, ohne aufdringlich zu sein?

Checkout

  1. Ist der Gast-Checkout genauso prominent wie die Registrierung?
  2. Bleiben bei einem Formularfehler die übrigen Felder gefüllt? Das ist der häufigste Fund in unseren Analysen.
  3. Sagen Fehlermeldungen, was zu tun ist — nicht nur, dass etwas falsch ist?
  4. Braucht es jedes Pflichtfeld wirklich?
  5. Springt die Seite bei einem Fehler an die richtige Stelle?

Danach

  1. Eine Änderung pro Woche umsetzen und messen. Wer fünf Dinge gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.

Die meisten dieser Punkte sind Konfigurations- und Theme-Arbeit, kein Umbau. Für den Conversion-Feinschliff im Standard gibt es (elf.digital PUBLISH), für tiefergehende Umbauten (elf.digital CUSTOMIZE).

Wie wir Sie unterstützen

Wir gehen Ihre Produktseite und Ihren Checkout gegen die bekannten Kriterien durch und sagen Ihnen zum Festpreis, was die Umsetzung kostet. Starten Sie mit einem kostenlosen Erstgespräch: 30 Minuten, online, unverbindlich.

Mehr zu unserem Leistungsumfang unter Leistungen, zur laufenden Betreuung unter Shopware-Betreuung.

Fragen zu Ihrem Shopware-Shop?

Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch — 30 Minuten, online, unverbindlich. Wir sprechen über Ihren Shop, Ihre Ziele und planbare Festpreise.

Weitere Beiträge